Forschungsprojekt

Prof. Dr. Eva Ehrentreich-Förster (Frauenhofer IZI-BB, Abteilung Molekulare Bioanalytik)
Prof. Dr. med. Anja Harder (Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane)
Dr. Dieter Kaufmann

Fördersumme in Phase 1:                  20.000 Euro 

»Monitoring von spezifischen NF1-Mutationen zur Messung der Effektivität einer Gentherapie bei Neurofibromatose Typ 1 «

In einer Kooperation wird am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie im Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse (IZI-BB) in Potsdam, unter der Leitung von Frau Dr. Ehrentreich-Förster sowie Frau Prof. Dr. Harder, sowie in Kooperation mit Prof. R. A. Kesterson an der Universität Alabama (Alabama at Birmingham, UAB, USA) und Dr. D. Kaufmann ein Forschungsprojekt durchgeführt, das sich einem Teilaspekt einer zukünftigen gezielten Behandlung von Patienten mit Neurofibromatose Typ 1 (NF1) widmet. Unter der Voraussetzung, dass es gelingt, in der Zukunft die individuelle, patientenspezifische NF1-Mutation durch eine gentechnische Therapie in den Zellen des Körpers zu reparieren, auszuschalten oder auszugleichen, dann ist erscheint es wichtig, den Erfolg der Therapie kontrollieren zu können. Wir möchten Methoden entwickeln, die es erlauben, die Menge der mutierten DNA und/oder der korrigierten DNA bzw. des entsprechenden Proteins (Neurofibromins) zu messen. Die Messmethode soll dabei für den Patienten so harmlos und einfach wie möglich sein, da es sein kann, dass sie häufiger angewendet werden muss.

Wir werden mit der Entwicklung von mutationsspezifischen Antikörpern beginnen, da hierfür im Fraunhofer-Institut eine besondere Expertise besteht. Längerfristig möchten wir im Mausmodell durch CRISPR/Cas erzeugte Mutationen im NF1-Gen genau charakterisieren und mittels verschiedener Detektionsverfahren quantifizieren. Könnte man frühzeitig im Patienten durch ein sensitives Detektionsverfahren messen, wieviel mutierte und normale DNA des NF1-Gens vorhanden ist, würden auch Tumorherde (die sich durch einen völligen Verlust von Neurofibromin auszeichnen) sehr früh erkannt werden. Gelingt es im Tiermodell eine spezifische Mutation sensitiv nachzuweisen und die Qualität und Wirksamkeit einer genetischen Therapie zu kontrollieren, kann dies für die Behandlung von Patienten nutzbar gemacht werden.